Masseter Botox? Bitte erst zu Ende lesen
Immer häufiger bieten ästhetische Ärzte das sogenannte Masseter Botox an und bewerben es damit, dass sich die Kaumuskulatur „entspannt“. Bevor du dich dafür entscheidest, lies diesen Abschnitt bitte bis zum Ende.
Was Botox tatsächlich macht ?
Botox blockiert die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel. Der Muskel wird dadurch nicht entspannt, sondern teilweise oder sogar vollständig gelähmt. Die Kommunikation zwischen Gehirn und Muskel ist in dieser Zeit stark reduziert oder findet gar nicht statt. Nach einigen Wochen bilden sich die Nerven in der Regel zurück, die Verbindung wird neu aufgebaut und die Muskelaktivität kehrt zurück. Wenn die eigentlichen Ursachen der Verspannung unverändert bleiben (z. B. Stress, Fehlhaltung, nächtliches Pressen/Knirschen, myofasziale Verklebungen), kommen die Spannungen meist wieder.
Mögliche Folgen wiederholter Injektionen
Bei wiederholter Anwendung kann es zu einem deutlichen Kraftverlust der Kaumuskulatur kommen. Manche Betroffene berichten über erschwertes Kauen, Veränderungen im Biss und eine schleichende Muskelatrophie. Wissenschaftler warnen außerdem, dass gelähmte Muskeln die Osteoporose im Kiefergelenk beschleunigen können.
Warum die Kaumuskulatur so wichtig ist ?
Viele vergessen, dass der Masseter – also unser wichtigster Kaumuskel – ein überlebenswichtiger Muskel ist. Ohne Kaumuskulatur könnten wir nicht essen, nicht sprechen, nicht überleben. Er ist genauso aufgebaut wie unsere Körpermuskulatur, zum Beispiel die Oberschenkelmuskeln. Niemand käme auf die Idee, verspannte Oberschenkel mit Botox zu behandeln – stattdessen dehnen und massieren wir sie. Wenn wir die Kaumuskulatur jedoch regelmäßig mit Botox lähmen, schaden wir unserer Gesundheit langfristig massiv.
Unser Ansatz: neuromyofasziale Arbeit statt Lähmung
Statt die Muskulatur zu lähmen, setzen wir auf neuromyofasziale Techniken: gezielte Entspannung, bessere Gewebegleitfähigkeit, verbesserte Wahrnehmung und Steuerung – also echte Regulierung statt Abschaltung. Mit unserer Methode (Re-You-Ton) kannst du täglich in nur fünf Minuten deine Kaumuskulatur entspannen. Über den Facial Feedback Mechanismus erreichst du nicht nur körperliche Entlastung, sondern auch Stressabbau, Linderung von Angstzuständen, Verminderung von Depressionen und mehr innere Ruhe – natürlich, gesund und nachhaltig.
Fazit
Informiere dich gründlich, hole dir bei Bedarf eine zweite Meinung und prüfe zuerst ursachenorientierte, nicht-invasive Wege. Wenn du danach noch Masseter Botox in Betracht ziehst, tu es bewusst und gut aufgeklärt – nicht aufgrund von Werbeversprechen.